Larissa Hauer, Teilnehmerinnen des Seminars Orte der Erinnerung an der Universität Hildesheim unter der Leitung von Dr. Tatjana Freytag, hat sich im Rahmen ihrer Seminararbeit intensiv mit Erinnerungsorten und Symbolen aus der NS-Zeit in der Region Hildesheim und darüber hinausgehend auseinandergesetzt. Im Fokus ihrer Abreit stand das ehemalige Lenner Lager im Landkreis Holzminden.
Das Lager existierte von September 1944 bis April 1945 und war in einen größeren Rüstungskomplex eingebunden, der zum Beispiel von der Volkswagenwerk GmbH und weiteren Firmen genutzt wurde, zu dem unter anderem Außenlager des KZ Buchenwald sowie weitere Zwangsarbeitstätten gehörten. Insgesamt waren im Raum Hils etwa 10.000 Häftlinge eingesetzt, davon zwischen 3.500 und 5.000 im Lenner Lager.
Hauer arbeitete in ihrem Seminarbeitrag folgende relevante Aspekte heraus:
- Das Lenner Lager wird trotz seiner historischen Bedeutung bislang nur eingeschränkt als Erinnerungsort wahrgenommen.
- Dafür sollte eine stärkere Sichtbarmachung im öffentlichen Raum, beispielsweise durch Wegweiser oder Markierungen auf dem Gelände verwirklicht werden.
- Zudem ist im Sinne einer nachhaltigen Erinnerung eine Implementierung pädagogischer Konzepte erforderlich.
Dadurch könne ein Beitrag zur Etablierung des Lenner Lagers als Lern- und Erinnerungsort geschaffen werden.
Weitere Details zum Lager, dessen historischer Kontext und Vebesserungsvorschläge zur Verwirklichung als Lern- und Erinnerungsort folgenden Präsentation zu finden:
Präsentationsfolien_Hauer 2026
Autor: David Zimmermann
Foto: Larissa Hauer